Dieses neue Thema bewegt Jülich und speziell den Ortsteil Barmen. Das ein Vorentwurf des neuen Landschaftsplans Ruraue von den großen Parteien im Ausschuss des Kreis Düren „durchgewunken“ wurde, fällt leider in der Öffentlichkeit kaum auf. Fest steht, dass der Stadtverband der FDP Jülich im Planungs-, Umwelt- und Bauausschuss sowie im Umweltbeirat seit fast zwei Jahren regelmäßig darauf bestanden hat den Entwurf zu erhalten. Erst in der letzten Ausschusssitzung wurde der Plan dann endlich vorgestellt.

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Naturschutz ja, aber richtig

Wir vom FDP Stadtverband Jülich halten es für wichtig, dass dabei die wahren Probleme thematisiert werden. Es stimmt nämlich, dass eine Herabstufung des Naturschutzgebiets im Herzen von Barmen in ein Landschaftsschutzgebiet erfolgen soll und wir vom FDP Stadtverband Jülich halten das für kritisch und die Argumente des Kreises konnten uns nicht überzeugen. Es ist aber eine Fehlinformation, dass ein Baugebiet geplant ist. Wir bitten daher, dass die ehrenamtlich aktiven Bürger in den Umweltschutzorganisationen, deren Einsatz wir sehr schätzen, die jüngsten Verlautbarungen von politisch aktiven Verbandsaktivisten kritisch hinterfragen.

Ein wirkliches Problem stellt sich für uns von der FDP Jülich im Hinblick auf den Barmener See dar.  Es klingt zunächst extrem positiv, wenn der See in ein Naturschutzgebiet umgewandelt würde. Allerdings würde gerade diese Schutzmaßnahme zu einer Vermüllung des Seeufers führen, denn beispielweise dürfte der ortsansässige Anglerverein dann acht Monate lang nicht mehr das Gelände betreten. Es sind aber die ehrenamtlichen Helfer des Anglervereins, die Umgebung pflegen und von Unrat befreien. So wird letztlich eine vermeintliche Natur“schutz“maßnahme sich negativ auf diesen wertvollen Lebensraum für Vögel und Fische auswirken und letztlich auch problematisch für das Naherholungsgebiet für die lokale Bevölkerung sein. Gerade in Zeiten von Corona und Klimawandel brauchen wir solche örtlichen Refugien für die örtliche Bevölkerung, sowie für unsere heimische Tier- und Pflanzenwelt.

Wir sollten unsere Aufmerksamkeit eher auf die Bekämpfung der Neophyten in unserem Naturschutzgebiet legen. Der Riesen-Bärenklau (Herkulesstaude) und das drüsige Springkraut ist ein Problem für die Tiere und Pflanzen und letztlich auch eine Gefahr für die örtliche Bevölkerung, die das Gebiet zur Naherholung nutzt. Berührungen mit den Blättern des Riesen-Bärklaus rufen starke Entzündungsreaktionen hervor, so dass die Herkulesstaude zur Giftpflanze des Jahres 2008 gewählt wurde. Hier ist uns der Kreis Aachen leider um Jahrzehnte im Naturschutz voraus (das möchte wir vom FDP Stadtverband mit dem neuen Landschaftsplan in Angriff nehmen. Wir vom Stadtverband der FDP Jülich fordern und das bereits seit Jahren, dass ein Naturschutz- und Freizeitkonzept für den See erstellt wird, ebenso wie Sofortmaßnahmen zur Neophytenbekämpfung.

Daher erst die Konzepte liefern, bevor Fakten geschaffen werden.