Endlich wird unser Jülicher Konzertplatz im Brückenkopfpark (im Volksmund für die „Muschel“ genannt)  auch Dank der Zustimmung der FDP Fraktion im Jülicher Stadtrat einen Bebauungsplan erhalten. Trotzdem werden die Stimmen nicht leiser, die nach einer Stadthalle fragen. Die große Veranstaltungsfläche an der Rur ist für Großveranstaltungen mit Sicherheit ein Highlight, aber eine Stadthalle kann die Muschel nicht  ersetzen.  Es gab Konzepte hinter dem Kulturbahnhof in Jülich (KuBa) eine Stadthalle zu errichten, aber diese Pläne wurden nicht umgesetzt.

Wir von der Jülicher FDP haben uns eine umweltschonende Variante überlegt, die auch gut mit der schwierigen Finanzsituation unserer Stadt in Einklang zu bringen ist. Im Hinblick darauf, dass die Gottesdienstbesuche leider rückläufig sind und die Kirchen auch in finanziellen Nöten stecken,  wird es auch in Jülich nicht möglich sein alle Gotteshäuser als solche weiter zu betreiben. Überall in Europa werden daher derzeit Kirchen entweiht und zu Begegnungsstätten anderer Form umfunktioniert. Der FDP Jülich ist es dabei wichtig, dass eine adäquate Verwendung gefunden wird, die diesen besonderen Orten gerecht wird.

Da wir für die Katholiken in Jülich mit drei sehr schönen Kirchen gesegnet sind, stellt sich folgende Überlegung an: Sales ist zur Jugendkirche umfunktioniert worden, St. Mariä Himmelfahrt ist als Hauptfarre zentraler Bestandteil der Pfarre Heilig Geist. Es bliebe St. Rochus, die mit Ihrem Bauhaustil Kubus nicht unbedingt einer klassischen Kirche gleicht  und damit ganz besonders interessant für anderweitige Verwendungen wäre. Dies ist dem berühmten  Architekten Gottfried Böhm zu verdanken, der diese Kirche entwarf. St. Rochus steht mittlerweile unter Denkmalschutz.

In einer Kirche können sonstige Veranstaltungen im Grunde nicht stattfinden, eine Messe kann aber grundsätzlich überall gelesen werden, so die Aussage der katholischen Kirche. Somit würden auch die Gemeindemitglieder im Heckfeld nicht „ihre Kirche“ in Gänze verlieren. Wenn die Kirche entweiht würde stände ein wunderschönes Denkmal zu für Veranstaltungen und Kongresse, Konferenzen etc. zur Verfügung. Selbstverständliche Voraussetzung ist  die Zustimmung der Kirche und des Architekten. Die Corona Pandemie hat deutlich gezeigt wie hoch der Bedarf ist.

Die Kubusform mit den beiden Seitenschiffen ist eine perfekte Grundlage für eine Kultur- und Begegnungsstätte.

Die Lücke die nach dem Verkauf der Stadthalle entstanden ist, wäre somit perfekt gefüllt. Größenmäßig geschlossen wäre auch die Lücke Zwischen KuBa und dem Muschelzelt. Gleichzeitig kann gemeinsam mit der Katholischen Kirche eine adäquate Lösung in dieser schwierigen Zeit für das Gotteshaus gefunden werden. Möglich wären zum Beispiel Ausstellungen, Kongresse, Kabarette und vieles mehr.

Die Kosten des Umbaus würden überschaubar ausfallen. Die Seitenschiffe könnten  durch mobile Trennwände abtrennbar sein.  Damit könnte es raummäßig immer angepasst  werden. Barrierefrei ist das Gebäude und Waschräume und Toiletten werden ergänzt. Andere Planungen würden sehr lange dauern und die  Kosten wäre definitiv immens zu den überschaubaren Kosten des Umbaus. Die Frage der Parkplätze wird selbstverständlich als erstes gestellt. Bisher war dies bei einen gut gefüllten Gottesdienst auch nicht ein Problem. Zudem könnten bis zu 30 neue Parkplätze  auf der Grünfläche zum Beispiel mit Rasengittersteine entstehen. Der „ Schützenplatz“ an der Rur ist ebenfalls Fußläufig zu erreichen.

Da die Stadt Jülich ein Mobilitätskonzept entwickelt, könnte dieses hervorragende Projekt frühzeitig in die Planung mit einfließen.

Man stelle sich vor: Eine Hochzeit in der jetzigen Rochuskirche und für das anschließende Fest bleibt man direkt im Gebäude. Kongresse des Forschungszentrums, der RWTH Aachen usw. könnten dort stattfinden.

Der Reiz und der Charme dieses denkmalgeschützten Gebäudes in Jülich ist hervorragend und kein teures Grundstück   muss  gekauft werden bzw. die vielleicht vorhandenen Grundstücke können anders genutzt werden.

Die FDP Jülich schlägt daher einen runden Tisch mit der Kirche, der Stadtverwaltung und den Jülicher Parteien vor, um einen Konsens für die neue Begegnungs- und Kulturstätte zu finden.